Wir erweitern unsere Fertigungskapazität. Im Sommer 2026 kommen zwei weitere DMG MORI LASERTEC 30 SLM 3rd Generation und eine zusätzliche DMU 50 als 5-Achs-Bearbeitungszentrum in unsere Fertigung.
Das ist mehr als eine Zahl im Maschinenpark. Es ist eine Entscheidung für die Serie, und sie hat eine Vorgeschichte.
Warum genau diese Anlage
Die erste LASERTEC 30 SLM 3rd Generation fährt bei uns seit der Feldtestphase. Wir haben sie über Monate gemeinsam mit DMG MORI im Realbetrieb gefahren und Serienbauteile darauf qualifiziert, lange bevor die Anlage offiziell auf dem Markt war.
In dieser Zeit haben wir die Anlage nicht nur kennengelernt, sondern unter Last verstanden. Wie verhält sie sich über viele Stunden Bauzeit? Wie stabil bleiben die Ergebnisse über hunderte Baujobs? Wo liegen die Stellschrauben, mit denen sich ein Prozess reproduzierbar einfahren lässt?
Genau diese Erfahrung ist der Grund für die Erweiterung. Wir bestellen nicht zwei Anlagen, von denen wir hoffen, dass sie passen. Wir bestellen zwei Anlagen, deren Verhalten wir kennen und auf die wir uns im Serienbetrieb verlassen können.
Was die Erweiterung für die Serie bedeutet
In der Serienfertigung zählt nicht ein gutes Druckergebnis. Es zählen hunderte oder tausende gute Druckergebnisse, vom ersten Bauteil bis zum letzten, mit denselben mechanischen Eigenschaften, denselben Maßen, derselben Dokumentation.
Reproduzierbarkeit ist dafür die Eintrittskarte. Ohne robuste, eingespielte Prozesse gibt es keine verlässliche Serie, egal wie leistungsfähig eine Anlage auf dem Datenblatt ist.
Mit zwei zusätzlichen Anlagen desselben Typs erhöhen wir nicht einfach den Durchsatz. Wir erhöhen ihn in genau dem Prozess, mit dem unsere Kunden uns heute schon ihre Serien anvertrauen. Ein auf der bestehenden 3rd Generation qualifiziertes Bauteil lässt sich auf den neuen Anlagen mit derselben Logik fertigen. Das verkürzt Anläufe und gibt Planungssicherheit, wenn Stückzahlen steigen.
Die zusätzliche DMU 50 stärkt parallel die CNC-Nachbearbeitung. Denn ein einbaufertiges Bauteil entsteht nicht im Drucker allein, sondern in der gesamten Prozesskette dahinter.
Druck, Zerspanung und Messtechnik aus einer Hand
Für unsere Kunden ändert die Erweiterung nichts an einem Grundprinzip, im Gegenteil, sie verstärkt es: L-PBF-Druck, CNC-Nachbearbeitung und Messtechnik bleiben bei uns unter einem Dach, in einer Prozesskette, in einer Verantwortung.
Das ist im Serienkontext entscheidend. Wer Druck und Nachbearbeitung trennt, koordiniert Schnittstellen, Toleranzen und Termine über mehrere Häuser hinweg. Wer beides aus einer Hand liefert, plant Druckstrategie, Spannkonzept und Prüfung aus einem Gedanken heraus, bevor das erste Teil entsteht.
Mehr Kapazität im Druck und mehr Kapazität in der Zerspanung gehören deshalb zusammen. Beides wächst bei uns gemeinsam, damit die Prozesskette im Gleichgewicht bleibt.
Was als Nächstes kommt
Die Anlieferung ist für den Sommer 2026 geplant. Sobald die neuen Anlagen bei uns aufgebaut und eingefahren sind, geben wir konkrete Einblicke in die Inbetriebnahme und in erste Serienprojekte auf den zusätzlichen Maschinen.
Mit dieser Investition setzen wir weiterhin konsequent auf Serienfertigung und auf reproduzierbare Prozesse, von der Idee bis zum einbaufertigen Bauteil.
Sie planen ein Serienbauteil im additiven Metalldruck und fragen sich, ob es sich für L-PBF eignet? Sprechen Sie uns an. Wir schauen es uns gemeinsam an, ehrlich und entlang der gesamten Prozesskette.